RHEUMATOLOGIE

 

Rheumatologie

Rheumatologie ist die Lehre der chronisch entzündlichen Krankheiten des muskuloskeletalen Systems (Arthritiden), des Bindegewebes (Kollagenosen) und der Gefäße (Vaskulitiden). Auch Stoffwechselkrankheiten, die Gelenke, Muskel und Knochen befallen (Kristallarthropathien), sowie Erkrankungen, die mit dem Befall der inneren Organe und/oder des Nervensystems einhergehen, können durch eine rheumatologische Systemerkrankung ausgelöst werden. 

 

Abgeleitet wird der Name Rheumatismus aus dem Griechischen von „rheein", was „fließen, strömen“ bedeutet. In der Antike stellte man sich vor, dass herumfließende Krankheitsstoffe die Entzündung auslösen. Heute wissen wir, dass immunologische kleinste Botenstoffe eine Veränderung an gesundem Gewebe, beispielsweise Knochen, auslösen und zu einer chronischen Entzündung führen. 

 

Der Rheuma-Patient kann viele unterschiedliche Beschwerden haben. Durch Untersuchung und mit seiner Erfahrung stellt der behandelnde Rheumatologe die korrekte Diagnose, um daraus die Therapie mit dem Patienten gemeinsam festzulegen und ihn zu begleiten. Rheumatische Erkrankungen verlaufen überwiegend chronisch, das heißt, sie sind nicht heilbar. Es gibt aber heute viele neue, wirksame Therapien, die eine Rheuma-Erkrankung gut behandelbar machen und Folgeschäden, beispielsweise Gelenkdeformationen und Funktionsverlust, verhindern können. Das Ziel der Behandlung ist es, die Erkrankung in einen Ruhezustand zu bringen. Der fachärztliche Begriff dafür heißt: Remission

 

Wann besteht der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung?

 

Rheumatische Erkrankung können manchmal sehr unspezifische Beschwerden auslösen. Häufig ist es sehr kompliziert, die richtige Diagnose zu stellen. Patienten haben dadurch oft einen langen Leidensweg hinter sich bis die richtige Diagnose und Therapie gefunden ist. Typische Beschwerden, die Patienten zum Rheumatologen führen, sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtsabnahme, Knochen- und Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und eine über mehr als eine Stunde anhaltende Morgensteifigkeit. Ihr Hausarzt stellt im Labor einen anhaltenden erhöhten Entzündungswert fest, für den es keine offensichtliche Erklärung, beispielsweise eine Erkältung, gibt. Wenn dies der Fall ist, kommen sie in meine Sprechstunde.

 

Welche Befunde helfen zur Diagnosestellung?

Bei Erstvorstellung benötigen wir alle Befunde der letzten vier Jahre, insbesondere Laborbefunde und Bilddokumente (Röntgenbilder, MRT und CT-Bilder mit Befunden).

 

Behandlungsspektrum

Arthritiden

  • rheumatoide Arthritis

  • Spondyloarthritis

  • Psoriasisarthritis

  • Kristallarthropathien

               - Gicht

               - CPPD

               - Hämochromatose

 

Kollagenosen

  • Sjögren-Syndrom

  • systemische Sklerose

  • systemischer Lupus erythematodes

  • Dermato/Polymyositis

Großgefäßvaskulitiden

  • Polymyalgia rheumatica

  • Riesenzellarteriitis

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