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DIABETOLOGIE

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus ist durch erhöhte Blutzuckerspiegel charakterisiert. Das Hormon Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert und ist für die Aufnahme des Zuckers aus dem Blut in die Zellen notwendig, wo er zur Energiegewinnung verstoffwechselt wird. Ein unzureichender Insulineffekt führt daher zu Diabetes.

 

Was liegt den verschiedenen Typen des Diabetes zugrunde?

Ein Insulinmangel wird in Bezug auf den Bedarf beurteilt.  Die vollständige Abwesenheit von Insulin (meist durch eine autoimmune Erkrankung der Bauchspeicheldrüse) führt zu Diabetes Typ 1. Ein relativer Mangel kann bei fortschreitendem Alter oder Übergewicht entstehen, bei dem die Insulinproduktion nicht mehr ausreicht, um einen gestiegenen Bedarf zu decken; dann entwickelt sich Diabetes Typ 2.

 

Warum ist schon Prä-Diabetes ernst zu nehmen?

Diabetes Typ 2 entwickelt sich meist über Jahre hinweg und schon die Vorstufe, Prä-Diabetes, geht mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko einher.  Eine frühzeitige Untersuchung und Beratung kann helfen, einer Diagnose Diabetes durch gezielte Lebensstiländerungen entgegenzuwirken.

 

Welche Symptome verursacht Diabetes?

Ein neuer oder unzureichend eingestellter Diabetes kann zu vermehrter Urinproduktion, trockenem Mund und Durst führen, oft vergesellschaftet mit Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, wiederholten Infektionen und einer Vielfalt anderer Erscheinungen.

 

Welche Symptome verursacht Prä-Diabetes?

Prä-Diabetes macht sich durch keine Symptome bemerkbar und daher ist es wichtig, Risikofaktoren für einen Diabetes in Betracht zu ziehen.  Hierzu gehören eine Familienvorgeschichte für Diabetes, Alter > 40 Jahre, Übergewicht und geringe körperliche Aktivität, sowie eine nicht-europäische Abstammung. In diesen Fällen kann ein gezielter Test auf Diabetes indiziert sein.

 

Welche anderen Erkrankungen treten bei Diabetes häufig auf?

Mit Diabetes sind oft andere Erkrankungen vergesellschaftet.  Bei Diabetes Typ 2 sind dies oft Bluthochdruck, erhöhte Blutfettspiegel, Schilddrüsenunterfunktion, erhöhte Harnsäurespiegel und, bei Männern, erniedrigte Testosteronwerte. Bei Diabetes Typ 1 findet sich ein erhöhtes Risiko für autoimmune Erkrankungen, die z.B. andere endokrine Drüsen (Schilddrüse, Nebenniere, Hoden/Eierstöcke), den Dünndarm (Zöliakie) und auch die Haut (Vitiligo) betreffen können.

 

Welche Behandlungsformen gibt es für Diabetes?

Die therapeutischen Möglichkeiten sind in den letzten Jahren vielfältiger geworden. Es stehen neue, hochwirksame Tabletten zur Verfügung, die sich zu einer Vielfalt weiterentwickelter Insuline und anderer Injektionen gesellen. Die Auswahl der Behandlung ist dementsprechend individuell möglich, zunehmend komplex und erfordert eine ausführliche Untersuchung und Beratung.

 

Welche Spätkomplikationen gibt es?

Erhöhte Blutzuckerspiegel können zu Komplikationen an den Nerven, Nieren, dem Herz-Kreislaufsystem und den Füßen führen.  Bei Männern (und auch bei Frauen) kann es zu sexuellen Funktionsstörungen kommen und auch das Anerkennen möglicher psychologischer Herausforderungen bei der Bewältigung des Alltags ist wichtig.

  

Welche Komplikationen können an den Füßen entstehen?

Nervenschäden, Durchblutungsstörungen und Deformitäten mit Schwielenbildung tragen zu Fußkomplikationen bei Diabetes bei.  Durch eine regelmäßige Fußuntersuchung und gegebenenfalls Diagnosestellung können diese rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Damit verringert sich das Risiko einer offenen Wunde durch eine unbemerkte Verletzung, die oft nur sehr langsam heilt.

Unsere Leistungen

 

  • Diagnostik über unser Labor, bei Verdacht auf Prä-Diabetes, Diabetes und Hormonstörungen, einschl. Glukosebelastungstest und genetischer Analyse von seltenen Formen des Diabetes

  • Einstellung des Blutzuckertagesprofils und Auswertung der sensorunterstützten Glukosemessung aller Systeme bei Menschen mit Diabetes Typ 1 und 2 ab 16 Jahren

  • Therapie mit Tabletten und/oder Injektionen aller verfügbarer Medikamente

  • Behandlung mit allen Formen der Insulintherapie, einschl. Pumpentherapie

  • Untersuchung auf Spätkomplikationen des Diabetes und deren Therapie

  • Erektile Dysfunktion bei Diabetes

  • Medizinischer Fuß-Checkup

  • Diagnostik und Therapie des Charcot Fußes

  • Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren (Bluthochdruck, Cholesterin)

  • Abklärung gleichzeitig bestehender Hormonstörungen, die u.U. dem Diabetes zugrunde liegen oder dessen Behandlung beeinflussen

  • Zweitmeinung bei Diabetes, endokrinen Erkrankungen und Fußproblemen